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Dienstag, 21-11-2017

Das Höfchen

Höfchen
Höfchen

1759 begann Katharina Loth ein Eisenwerk, den sogenannten „Lottenhammer“ und für sich und ihre Arbeiter Wohnungen zu erbauen. Um 1760 wurde ein Situationsplan gezeichnet, der alle Gebäude aufzeigt, von dem allerdings nur noch das unter Buchstabe A aufgezeigte „Höfchen“ den Lauf der Zeit überdauerte. Das Hammerwerk mit seinen Wohngebäuden ist die wohl älteste Arbeitersiedlung des Saarlandes. Im Laufe der Geschichte wurde das Wohngebäude der Familie Loth, von den Arbeitern damals schon „Höfchen“ genannt, immer wieder liebevoll erwähnt. So war es auch Ende des 18. Jahrhunderts das erste Schulgebäude in Rentrisch. In einem Raum unterrichteten Handwerker die Kinder in den wichtigsten Fächern. Als das Hammerwerk 1910 stillgelegt wurde, diente es ebenfalls den Arbeitern als Wohnung. So ist es bis heute geblieben. Die gesamte Arbeitersiedlung ereilte 60 Jahre später das Schicksal des Vergänglichen. Der Schuppen wurde bei einem Flugzeugabsturz 1943 zerstört und nicht mehr aufgebaut, die Wohnhäuser 1978 nach dem Konkurs der HADIR abgerissen. Lediglich das „Höfchen“ wurde gerettet und sollte als Industriedenkmal der Nachwelt erhalten bleiben. Mehrere Versuche des Ortsrates und des Heimatgeschichtlichen Arbeitskreises (HAK), Stadt, Land und Unternehmungen, für die Sanierung des „Höfchens“ zu gewinnen, scheiterten wie immer am fehlenden Geld. Der HAK und  der Ortsrat werden weiterhin alle Möglichkeiten zum Erhalt ausschöpfen.